Elbjazz: Tonwunder zwischen Kränen und Klängen

Shownotes

In dieser Episode nehme ich euch mit auf eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte des Elbjazz-Festivals – von den Anfängen auf dem Werftgelände bis zu den großen Namen und besonderen Bühnenmomenten der Gegenwart. Ich erzähle von bewegenden Konzerten, überraschenden Begegnungen und magischen Augenblicken zwischen Hafenkränen, Wind und Jazzklängen. Erlebt mit mir, wie Weltstars wie Gregory Porter und Jamie Cullum das Festival prägten und junge Talente ihre ersten Schritte auf die großen Bühnen wagten. Dabei teile ich persönliche Erinnerungen, kritische Beobachtungen und die Faszination für die einzigartige Atmosphäre dieses Hamburger Highlights. Lasst euch inspirieren von einer Episode voller Musik, Geschichten und der Liebe zum Jazz – direkt aus dem Herzen des Elbjazz Festivals!

Elbjazz Festival

https://www.elbjazz.de/

Blom+Voss

https://www.blohmvoss.com/

NDR Bigband

https://www.ndr.de/orchester_chor/bigband/

Kurt Elling

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Elling

Gregory Porter

https://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Porter

Jamie Cullum

https://de.wikipedia.org/wiki/Jamie_Cullum

Chilly Gonzales

https://de.wikipedia.org/wiki/Chilly_Gonzales

Liz Wright

https://de.wikipedia.org/wiki/Lizz_Wright

Jose James

https://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_James

China Moses

https://de.wikipedia.org/wiki/China_Moses

The Bad Plus

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Bad_Plus

Snarky Puppy

https://de.wikipedia.org/wiki/Snarky_Puppy

Tom Jones

https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Jones_(S%C3%A4nger)

Elbphilharmonie

https://www.elbphilharmonie.de/

MS Stubnitz

https://ms.stubnitz.com/

Hafenmuseum Hamburg

https://shmh.de/de/hafenmuseum-hamburg

Fat Jazz Urban Exchange

https://fatjazz.de/

Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HFMT)

https://www.hfmt-hamburg.de/

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallo und willkommen zu MJC, mein jantes Jazz-Kast.

00:00:13: Ich bin Mariane Tachtappen und ich finde es schön, dass ihr dabei seid.

00:00:17: Ihr wisst ja nun schon das ist mir um Geschehen und Geschichten und um Menschen und Musik aus aller Welt – und aus mehreren Jahrzehnten geht!

00:00:25: Es isst wieder da, Das Elb-Jazz Festival.

00:00:29: Am zehnten und elften Juli-Zweitausendsechsundzwanzig hat es nach einjähriger Pause Elbe und Jazzfans wieder auf das Werftgelände von ehemals Blom und Phos gezogen.

00:00:40: Und ja, es hat sich einiges verändert im Verlauf der ganzen sechzehn Jahre in denen Elbjs zum Begriff in der Kulturszene auch weit über Mussgrenzen hinausgewachsen ist.

00:00:52: Gehen wir mal zu den Anfängen!

00:00:54: Zwei Tausend Zehn fielen sich die beiden Begründerinnen Tina Heine und Nina Sauer nach der gelungenen Premiere aufatmend in die Arme, denn aus einer Idee während einer Party konnte mithilfe von tatkräftigen Freunden und von Sponsoren und den Konzertagenturen FK Scorpio und Karsten Janke ein Jazz-Festival werden – dass es in so eine Umgebung wie Die Elbe mit Werftgelände Hafen knipen und Schiffen bisher nicht gab.

00:01:22: Ich weiß noch genau, wie ich damals in der Zeitung die Berichte über die Planungen zu diesem Festival verfolgte Und im Jahr zwei tausendzehn habe ich zumindest miterlebt, wie auf den Marcopolo-Terrassen in der Hafencity die NDR Big Band die portugiesische Fado-Sängerin Marisa begleitete.

00:01:40: Da musizierte auch der indische Perkussionist und Sänger Trina Gurtu.

00:01:44: Die Weltoffenheit beim Elb Jazz zeigte sich also schon in den allerersten Konzertstunden.

00:01:51: Ein Jahr später spielte auf den Marco Polo-Terrassen die Big Band der Hochschule für Musik und Theater.

00:01:57: Und dann, an jenem letzten Mai-Wochenende, wo es für mich richtig schwierig am richtigen Ort zu sein.

00:02:05: Zu lang, zu reizvoll die Liste der Jazzstars, die an den so unterschiedlichen und teils weit auseinandergelegenen Aufwörungsorten gastierten.

00:02:14: Zur Werft konnte man auf mehrere Weisen gelangen – mit der U- beziehungsweise Hochbahn bis zu den Landungsbrücken und von da zu Fuß durch den alten Elttunnel oder weiter bis zum Baumwall und von dort zum Ferranleger.

00:02:28: Und Shuttlebusse gab es auch!

00:02:30: Ich wählte die Fahrt über die Elbe und bestieg die Fähre in Richtung Blomundfoss.

00:02:35: Oben auf dem offenen Deck war es Richtigkeit.

00:02:38: Ich war froh über Wollpully und Schal, Und Genoss während der Fahrt den unglaublichen Blick Über die Elbe-und die Elbphilharmonie entfaltete ihren Gläsernen Reiz Als einige der Scheiben das Abendlicht reflektierten.

00:02:52: Auf dem Gelände der ehemaligen Werft eilte ich zielgerecht zur offenen Hauptbühne.

00:02:57: Dort skattete der Sänger Kurt Erling und ich bedauerte, dass ich ihn nicht von Anfang angehört hatte.

00:03:04: Denn er war wirklich sehr gut!

00:03:05: Und das Quartett aus Piano, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug begleitete ihm

00:03:10: perfekt.".

00:03:11: Und im Hintergrund hörte man die Geräusche der Werft.

00:03:14: An einem Schiff wurde geschliffen, gehemmert, geschweißt.

00:03:18: So fügte sich der akustische Hintergrund mit den Musikern auf der Bühne zu einem Ganzen und es entstand in der Fantasie eine große Ober, gewoben aus Klängen von allen Seiten – ohne Komponisten, ohne Dirigenten!

00:03:32: Mit fünf sichtbaren Solisten, mit zahllosen Statisten.

00:03:36: das Publikum… Das Bühnenbild ragte über den Rahmen der Bühne hinaus und reichte bis in den dramatisch bewölkten Abendthimmel.

00:03:46: Diese Oper hatte einen Obertitel, Elb-Jazz.

00:03:50: Blom und Forst baute keine großen Schiffe mehr – die alten hohen Helden waren längst abgebaut!

00:03:56: Aber viele Kräne standen noch und kalt pfiff der Wind um Kopf und Krähne….

00:04:02: Kurt Elling kannte das bestimmt.

00:04:04: Er wurde in The Windy City in Chicago geboren, eine Stadt durch die ebenfalls oft kalte Winde fegen.

00:04:12: Wenn auch zu kurz weil ich zu spät so war der Sänger ein wunderbarer Einstieg für mich beim Elb-Jazz Festival, und auf der Hauptbühne folgten Auf Ellings Konzert nacheinander Die Nighthawks und Klaus Doldingers Passport.

00:04:27: Doch im selben Zeitraum musizierte in der imposanten Blum- und Phosmaschinenbauhalle Charlie Hayden's Quartet West.

00:04:34: Und so um Mitternacht führte die NDR Big Band unter Deleitung von Colin Towns, die – von ihm extra für das Elbjazz Festival komponierte Hafen symphonie auf.

00:04:45: Ein multimediales Ereignis.

00:04:48: Stellen dir vor, du sitzt in der großen Werkshalle der einstigen weltberühmten Hamburger Werft – Blom und Foss!

00:04:54: Du erinnerst dich noch an die Helden auch der Stülkenwerft nebenan.

00:04:58: Inzwischen alles längst Geschichte….

00:05:02: Aber diese über hundert Jahre alte Halle, die stand da noch.

00:05:06: Für das Elb-Jazz Festival hatte man den Raum halbiert.

00:05:09: Hinter der Bühne ging es noch scheinbar endlos weiter.

00:05:13: Als Raumteiler fungierte die große Leinwand über der Büne, und nun galt es sich auf zweier Leid zu konzentrieren – auf die Film- und Fotokollage auf der Leinwand und auf die über mehrere Etagen auf der Bündel hochgestapelter NDR Big Band.

00:05:28: Zwei Schlagwerke übereinander!

00:05:31: Die Pauke oben links spielte eine wichtige Rolle in der Hafen-Symphonie, nämlich in den Momenten wo im Film der Wiederaufbau nach dem Krieg gezeigt wurde.

00:05:40: Mit Hammerschlägen in Keimauern, in Andremauern und Ruinen.

00:05:44: Zerstörtes wurde erneuert.

00:05:47: In der Filmkollage sprangen die Bilder hin- und her wiederholten sich in der Thematik – die Chronologie wurde immer wieder unterbrochen!

00:05:55: Der Filme.

00:05:55: Maratheo Jansen hatte aus Film- und Bildmaterial das imposante Szenario über die Entwicklung der Sammogehafens zusammengestellt, beginnend mit Filmimpressionen von Hafenarbeitern aus den Neunzelner Zwanzigern bis in die damalige Gegenwart hinein – mit Bildern des Fotografen Moritz-Falenkamp.

00:06:15: Dieses einstündige Opus vereinigte alles was man vom Elbjäs erwarten konnte – Größe, starke Musik, büröhrende Bilder in der Halle wo früher das Hemmern an schweren Metallteilen vorherrschte.

00:06:28: Die Hafen-Symphonie wurde am nächsten Nachmittag wiederholt.

00:06:33: Wäre toll, wenn man dieses Werk nochmal aufführen würde!

00:06:37: Im Jahr zehnt Konzertorte beiderseits der Elbe bespielt.

00:06:43: Auf dem Werftgelände gab es drei Bühnen – die Hauptbühne, die Maschinenbauhalle und sehr speziell noch die SpitzenbühNe.

00:06:51: Die hieß so weil sie direkt mit der Spitze vom Südkei der Werft in den Elbstrom ragt von da beim Sonnenuntergang live Jazz zu hören.

00:07:01: Das war echt Spitze!

00:07:03: Und genau auf dieser Spitzenbühne trat das Quintet des Österreichers Paul Zauner auf, mit dem damals noch nicht ganz so bekannten Sänger Gregory Porter.

00:07:14: Seinen ersten Auftritt beim Elb-Jazz habe ich leider nicht erlebt – doch schon drei Jahre später war er wieder dabei und Zähn war er der Hauptakt auf der Hauptbühne und inzwischen ist der Soul and Jazz-Sänger ein Weltstar.

00:07:30: Ich behaupte mal, die Stationen beim Elb-Jazz trugen nicht unerheblich dazu bei!

00:07:35: Doch nochmals zurück in die Elbjazz frühzeit.

00:07:39: Vom Werftgelände mal abgesehen gab es also noch etliche – und eben ziemlich weit verstreute Spielstätten, die man entweder mit Elbphären oder Schattenbussen erreichen konnte… Zum Beispiel das Schiff MS Stubnitz.

00:07:53: Ich fand es schon aufregend, über schwankende Leitern an Bord zu gelangen – sich durch schmale Gänge zum Bühnenraum zu bewegen, der sich im Bauch des Schiffes befand.

00:08:02: und irgendwo oben quetschte ich mich an einer Art Reling-und lauschtem Musikerinnen und Musiker, deren Namen ich niemals zuvor gehört hatte.

00:08:12: Einer der geheimnisvollsten Spielorte war das Hafenmuseum am Hansahaven.

00:08:17: hatte man das von außen schmucklose Backsteingebäude erst einmal betreten.

00:08:22: So fand man sich drinnen in einer die Sinne betäubnen Wunderwelt, beherrscht von alten Booten, Sackleinen, Tauwerk, Messing-Uren, Ankern, Kästen und Kisten oder allerlei Seemannskarren – und mittendrin eine Bühne und Stuhlreihen davor!

00:08:39: Und ich springe jetzt einfach mal ins Jahr zwei tausend zwölf, denn da gab es im Hafenmuseum ein Konzert das sich nicht vergessen werde.

00:08:47: Mit dem Saxophonisten Gabriel Kuburger, dem Gitaristen Kalle Kalima mit Wolf Kersek am Vibraphone, seinem Bruder Sven Kersek an Ebers und Dirk Arim Dohnau Schlagzeug.

00:08:58: Das Wichtigste jedoch war, dass Gabriel Kuburger als Initiator von FET.JS Urban Exchange bei jenem Elb-Jazz Festival in den Jury Festival im Hafenmuseum mit insgesamt fünf Konzerten, seine drei Jahre zuvor gestartete Reihe einem großen Publikum vorstellen konnte – das offen war für den zeitgenössischen modernen Jazz!

00:09:21: Fat Jazz-Konzerte sind inzwischen in Hamburg längst etabliert.

00:09:26: Doch die Geschichte muss ich euch unbedingt mal extra erzählen!

00:09:30: Nur schonmal ein Tipp vorweg, Fat Jazz präsentiert seinen Fans gegenwärtig Musik vor allem im Brückenstern und in der Jazz Hall.

00:09:38: Zurück zum Elb-Jazz Ich war auch bei den Spielorten an der großen Elbstraße.

00:09:44: In die Barg Ulem passten maximal hundert Leute rein und draußen bildeten sich lange Schlangen, und warteten auf Einlass.

00:09:52: Und wenn dann mal ein Platz frei wurde, konnte man drinnen free Jazz hören!

00:09:57: Und schräg gegenüber.

00:09:58: am Kai lag mal die Archenoa mit skurrilen Räumlichkeiten und seltsamer Musik – und ein paar Schritte weiter spielte Chili Gonzales in der Fischauktionshalle.

00:10:09: Auch Kirchen wurden als Aufführungsorte genutzt.

00:10:12: Anfangs die St.

00:10:13: Pauli-Kirche, später Sankt Katharinen – wenn ich in den alten Programm Heftenblättere überrollen mich die Erinnerungen auch an den wirbeligen britischen Pianisten und Sänger Jamie Cullum auf der Hauptbühne damals, Ich kann und werde jetzt keinesfalls die vergangenen Elbjazz-Jahre mit den wechselnden Spielorten und den zahlosen Musikerinnen und Musikern aufzählen, zumal ich sie längst nicht alle erlebt habe.

00:10:40: Es wurden Preise verliehen, Prämierungen gefeiert – und mancher Elbjs soft bei Unwettern komplett ab!

00:10:48: Doch festzuhalten ist das neben den Stars eine Vielzahl von jungen Talenten bei den Elbjas Festival ebenfalls Mitreißnerauftritte hatten und unter dem Namen HFMT Young Talents, boden unter freiem Himmel- und freiem Eintritt vor allem die große Bühne am Fuße der Elbphilharmonie.

00:11:07: Den zukünftigen Jazzheroes von der Hochschule für Musik und Theater – die Möglichkeit sich ihren Fans zu präsentieren!

00:11:16: Und es blieben auch Menschen vor der Bühnen stehen, die vielleicht zum ersten Mal Jazz erlebten und damit eine neue Klangwelt für sich entdeckten….

00:11:25: Doch im Lauf der Jahre veränderte sich vieles beim Elb-Jazz-Festival.

00:11:30: Etliche Spielorte und Big Names verschwanden vom Plan, dann kam mit Corona eine traurige Zwangspause.

00:11:42: Ah ja, ein Jahr später stand irgendwie verloren vorne links auf dem Werftgelände ein weißes offenes Fahrzeug.

00:12:00: Auf dem Lageplan bezeichnet als Jazz Truck und da trat mit hohen Ansprüchen an sich selber in kleinen Formationen die Young Jazz Talents von der HFMT auf – und immer wunderbar dabei!

00:12:14: Der brasilianische Schlagzeuger Rafa Müller.

00:12:16: und mit iranischen Wurzeln Und der Verlockung gab man gerne nach, denn inzwischen beherrschten bei Blum und Foss Basswomande-Bands die Bühnen mit Indy Rock, Fusion, Funk & Punk, Pop und Hip Hop.

00:12:44: Für twenty-fünfundzwanzig brauchten die Veranstalter eine Denkpause Und nun, es ist wieder da.

00:12:55: Spielstättenanzahl zwar stark reduziert aber am Start große Jazz-Acts Auf der Hauptbühne.

00:13:01: die NDR Big Band mit Pianist John Beasley und den wunderbaren Solisten Vite Felsch und Gabriel Kuburger.

00:13:07: Saxophon In golfburg hat Trompete Sandra Hempel Gitarre.

00:13:12: Da schlägt das herzte Hamburger Jazz-Patrioten höher.

00:13:16: Und bevor The Main Attraction, der Pianist-Sänger Entertainer kurz um der Tausend Sasser Jamie Cullen den Pulschlag seiner Fans erhöhte, machte ich die Entdeckung!

00:13:27: Statt früher weißen Jazz-Truck am Geländereingang heute leicht versteckt hinter der Schiffbauhalle die neue Schwarze Hamburg Stage.

00:13:37: Und das ist nun die neue große Bühne, nicht mehr nur für die Young Talids auf Probierpfoten.

00:13:43: Sondern hier können sie nun schon gereift ihre Jazz-Künste voll entfalten!

00:13:49: Nehmen wir das fabelhafte Rafa Müller Quartett.

00:13:52: Ja, ist ja gut!

00:13:53: Ich habe schon lange eine Schwäche für Rafa diesen überostsensiblen Schlagzeuge aus Brasilien.

00:13:59: Er und Pouya ab die beide Absolventen da FMT beweisen im Quartet mit den gestanden Profis Paul im Ambass und Frank Della am Saxophon wie richtig guter Hardbob beim Elb Jazz klingen kann – Mit ihrer Verbeugung auch vor John Coltrane.

00:14:17: und berührend die Geste von Frank Delle als er die Notenblätter, die ein heftiger Windstoß von Pujas Notenständer weggefegt hat wieder einsammelt und am Notenständer mit Wäschekleimern befestigt.

00:14:29: Auf dieser Hamburg-Stage entfalten sich wahre Jazzwunder!

00:14:34: Doch nun zu Jamie auf der Mainstage.

00:14:37: Ich drängelte mich nach vorn, wollte den kleinen großen Mann nicht nur auf den live gefilmten Bildern links und rechts und mittig über der Bühne sehen, sondern mal ganz aus der Nähe.

00:14:48: Doch ich mußte den Platz räumen als Bass-und-Bastrommel einsetzten!

00:14:53: Der Beat war so entsetzlich verstärkt, daß er mir von den Füßen bis in den Brustkorb fuhr und ihn zu sprengen drohte.

00:15:03: also ganz weit zurück auf den Platz und auf die Live-Filmbilder geguckt.

00:15:08: James Gags and Jumps kannte man doch, und doch berührte mich erneut seine Interpretation vom Cole Porter Klassiker I Got A Kick Out Of You!

00:15:19: Und ich bin mir nicht sicher ob und wie viele im tobenen Publikum erkannten das seine Band auch ganz kurz den Benny Goodman Klassika Sing Sing Sing zitierte.

00:15:30: Ja, Jamie Culliam hat mir wieder sehr gefallen.

00:15:33: In der Schiffbau-Halle gönnte ich mir auch einen Eindruck von der Sängerin Liz Wright.

00:15:37: Ihre tolle, vom Blues und Spiritual durchtränkte Stimme würde ich aber doch lieber in einem kleineren Clubraum hören!

00:15:45: Und es gab noch mehr Sängerinnen und Sänger, denen man aufmerksam folgte – Jose James zusammen mit China Moses etwa.

00:15:53: Aus vergangenen Elbjeszeiten waren auch Bands wie The Bad Plus und Snarky Puppy wieder da und in der Elbphilharmonie spielte Chili Gonzales.

00:16:04: Doch ihn erlebte ich dieses Mal nicht, die Konzerte in der elfi waren im Preis nicht mehr mit drin – auch neu eine riesige Tribüne direkt gegenüber der Mainstage mit Sitzplätzen!

00:16:15: Auch der Zugang kostete

00:16:17: extra.".

00:16:18: Und das mit dem Sitzen war in diesem Jahr ein Problem.

00:16:21: Früher gab es dicke, mit Werbung bedruckte Kartonwürfel auf denen man sich niederlassen konnte – auch eigene Klappstühlchen waren noch erlaubt!

00:16:29: In diesem Jahr war Petrus ein wohlwollender Gastgeber.

00:16:32: Mit sengener Sonne hatte den gepflasterten Boden so erwärmt, dass viele Besucher sich einfach darauf niedern ließen.

00:16:40: Wir Anderen vor allem wir Älteren hielten uns irgendwie wackelig auf den Beinen….

00:16:46: Früher fiel man erschöpft auf einen Sitz im Schattelbus zum Konzert Jens als der Werft.

00:16:51: Versäumte dafür dieses oder jenes, aber das geschieht ja auch wenn du nur auf dem Werftgelände bleibst.

00:16:57: Bei einem Festival kann man eben mal hier, mal dort sein – hier ein Häppchen, dort das ganze Festmal!

00:17:04: Das ist ja aber der Reiz eines Festivals.

00:17:08: Mehr verteilte kleine Sitzbänke wären trotzdem gut….

00:17:13: Top- und Schlussakt beim Elb-Jazz-Festival.

00:17:17: in der Mainstage war der Tiger Tom Jones – nicht wirklich ein Jazz, aber ein Vollblutpop-Sänger.

00:17:24: Weltstar!

00:17:25: Am siebten Juni ist er sechstundachtzig Jahre alt geworden.

00:17:31: Ein Muss ihn live auf der Bühne zu erleben….

00:17:34: Längst herrscht sommerliche Dämmerung über dem Hafen.

00:17:38: Auf der noch dunklen Bühne werden Notenständer und Kabel gerichtet, die Menge wartet!

00:17:43: Über- und neben der Büh neuchtet bereits sein Konterfei in Schwarzweiß – dann Bewegung.

00:17:48: Er erscheint.

00:17:50: Alle Kameras richten sich auf ihn.

00:17:52: Man sieht sein schönes Gesicht mit gesenktem Blick überdimensional in Schwarzweiß.

00:17:58: Applaus brandet auf.

00:18:02: Den ganzen Song übersieht man über groß.

00:18:06: sein Gesicht, seine Mimik gefilmt in schwarz-weiß.

00:18:11: Das verstehe ich nicht!

00:18:12: Der Mann ist doch lebendig und infarbe.

00:18:15: Hier wird doch kein Nachruf zelebriert.

00:18:18: Beim zweiten Song natürlich – Ich habe es nicht anders erwartet der krasse Kontrast knallrot gelb orange zuck mit Zacken.

00:18:26: Ehrlich, ich mußte gehen.

00:18:27: Bin eben auch nicht mehr jung und ich konnte einfach nicht

00:18:31: mehr.".

00:18:32: Der Schattelbus war gerade weg, die Fähre würde in vierzig Minuten kommen.

00:18:36: Also!

00:18:37: Die müden Glieder noch durch den kühlen Elbtunnel geschleppt und dort halten die vielen Stimmen der Fußgänger wie ein orchestrieter Chor – ein zufälliger toller Nachklang vom Elb-Jazz-Zweißenzechsenzwanzig.

00:18:52: Trotz mancher Kritik hat das Elb-Jazz-Festival in den letzten Jahren erneut bewiesen.

00:18:58: Hamburg ist das offene Tor zur friedlichen Jazzwelt und muss es bleiben, bitte!

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